Hinweise zur Pflasterverlegung

Für versickerungsfähige Pflasterbeläge sind ferner die Zusätzlichen Hinweise für die Verlegung versickerungsfähiger Pflasterbeläge zu beachten.

  1. Der Unterbau ist entsprechend der zu erwartenden Belastung auszuführen, dabei ist ein entsprechendes Gefälle zu berücksichtigen. Auf Wasserdurchlässigkeit, Tragfähigkeit, Ebenheit, und Filterstabilität ist hierbei besonders zu achten.
  2. Die Pflasterbettung soll im verdichteten Zustand eine Dicke von 3-5 cm aufweisen und über Lehren abgezogen werden. Bettungsmaterial muss auf Tragschicht- und Fugenmaterial abgestimmt sein: Bettungsmaterial darf nicht in die Tragschicht "einrieseln" und das Fugenmaterial nicht in die Bettung.
  3. Die Pflastersteine sind immer höhen-, winkel- und fluchtgerecht zu verlegen. Auf einen ausreichenden Fugenabstand (Sollfuge 3-5 mm) ist zu achten. Abstandhalter sind kein Ersatz für das vorgeschriebene Fugenmaß. Pflastersteine niemals knirsch verlegen.
  4. Die Pflastersteine müssen mindestens aus drei Paletten gleichzeitig verlegt werden, da durch die Verwendung natürlicher Rohstoffe Farbunterschiede möglich sind. Unter Benutzung und bei normaler Bewitterung werden diese Farbunterschiede in der Regel ausgeglichen.
  5. Die Pflasterfläche ist vor dem Abrütteln auszurichten und mit geeignetem Fugenmaterial auszukehren. Das Verfüllen der Pflasterfugen muss kontinuierlich mit dem Fortschreiten des Verlegens vorgenommen werden.
  6. Der äußerst saubere Belag darf nur im trockenen Zustand, von den Rändern zur Mitte hin - mit einer Rüttelplatte mit Gummischürze - bis zur Standfestigkeit abgerüttelt werden.
  7. Nach dem Abrütteln sind die Fugen nochmals vollständig zu füllen.
  8. Unter Besonderen Witterungsbedingungen können Ausblühungen (weiße Flecken an der Oberfläche) auftreten, die technisch nicht vermeidbar sind. Sie verschwinden im Laufe der Zeit durch Bewitterung und Beanspruchung wieder und stellen deshalb keinen Mangel des Erzeugnisses dar.
  9. Farbabweichungen, besonders zwischen einzelnen Formaten und leichte Strukturunterschiede sind durch Farbschwankungen der Rohstoffe, bzw. durch unterschiedliche Fertigungszeitpunkte technisch nicht vermeidbar. Die Unterschiede sind für den Gebrauchswert ohne Belang.
  10. Die Pflastersteine sind nach der Anlieferung umgehend zu verlegen. Ist dies nicht möglich, so sind die Pflasterpakete vor Feuchtigkeit zu schützen.

Beim Einbau sind die gültigen Vorschriften zu beachten.

Zusätzliche Hinweise für die Verlegung versickerungsfähiger Pflasterbeläge

  1. Die dauerhafte Versickerungsfähigkeit des Belages und des Unterbaues/ Untergrundes ist sicherzustellen.
  2. Die fertige Tragschicht muss eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit und eine gleichmäßige Gefügestruktur aufweisen.
  3. Die Bettung und die Fugen sind mit wasserdurchlässigem Material (z.B. Splitt 2/5 oder 1/3) auszuführen.

Wichtig! Beim Bau von versickerungsfähigen Pflasterbelägen sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten.